Das Gröbste ist getan

Über den Baufortschritt, große Materialbewegungen, einen Wintergarten auf Fahrt und nachhaltiges Bauen

In den letzten Wochen wurde auf der Taube Baustelle viel geschafft und vor allem das Gröbste erledigt. Wir bedanken uns herzlich bei allen Schrunserinnen und Schrunsern für ihr Verständnis und die Geduld. Die Abbrucharbeiten, der Aushub und die wirklich vielen dafür unvermeidbaren LKW-Fahrten der letzten Wochen sind nun größtenteils vorbei. 

Damit Sie sich auch selbst einen Einblick verschaffen können, waren wir auf Stipvisite auf der Baustelle und haben ein paar Eindrücke in einem kurzen Video eingefangen.

Auch die Bauarbeiten der Gemeinde für Leitungserneuerungen am Jakob-Stemer-Weg und dem Dorfplatz sollten bis Mitte August abgeschlossen sein. Damit wird auch die Umfahrungsstraße durch unsere Taube Baustelle mit Ende Juli abgebaut und unser Bauteam kann voll durchstarten.

Damit kommen wir nun zu einem kleinen Zwischenbericht zu unserer eigenen Baustelle. Was geschah bisher und wie geht es mit dem Um- und Neubau der Taube weiter?

Nach dem Ausräumen, Sortieren und Kramen in Erinnerungstücken und dem Flohmarkt als letzten Höhepunkt der alten Taube, rückten Mitte Februar die Bagger an.

Die Nenziger Abbruch- und Entsorgungsfirma Kessler fuhr mit schwerem Gerät und unglaublichem Einsatz auf, um die Flügel der alten Taube auf jene Gemäuer zurückzustutzen, die erhaltenswert für den Umbau und die geplante Erneuerung waren. Schließlich soll das Herz der alten Taube erhalten bleiben.

Weiters mussten Nebengebäude erst abgebrochen werden, bevor sich unser Generalunternehmer Rhomberg Bau mit seinen Partnerfirmen an den Neuanfang der Taube machte.

750 m3 Ziegel und Natursteinmauerwerk wurden abtransportiert

Beim Abbruch fielen 750 m3 Ziegel und Natursteinmauerwerk zum Abtransport und Wiederverwerten an. Der alte Wintergarten hingegen wurde durch viele fleißige und erfahrene Hände von Fritz Holzbau sorgfältig abgebaut und zum Zwischenlagern abtransportiert. Er soll ja im neuen Hotelgarten leicht adaptiert als Pavillon neu aufgerichtet werden. Der Abtransport und die Fahrt des alten Wintergartens durch Schruns waren jedenfalls spektakulär. Nicht wenige unserer Nachbarn und Profis von der Baustelle haben fasziniert zugesehen, wie das alte Gebälk auf Fahrt ging.

Es blieb aber nur kurze Zeit zum Staunen, Sinnieren und sich aufs Relaxen im Garten des neuen Posthotel Taube zu freuen. Für den Aushub waren unvorstellbare 15.500 m3 Erdreich auszubaggern und abzutransportieren.

15.500 m3 Aushub, also etwa 100 LKW Ladungen, machen Platz für die großzügige Unterkellerung

Aber die Taube ist nun mal keine Insel, wie unser Architekt Bernardo Bader treffend festzustellen wusste. Der Aushub ist alternativlos, um ein solches Hotelprojekt überhaupt in seiner Dimension verträglich für das Dorf zu gestalten. Neben der Tiefgarage wird dafür die gesamte technische Infrastruktur für Hotel und Gasträume im Untergeschoss untergebracht. Über der Erde und sichtbarer Teil des Schrunser Dorfkerns werden nur das Haupthaus der neuen alten Taube, das Alpgues Haus sowie das Jagdhaus sein.

Ansichten vom geplanten Haupthaus und Alpgues Haus

Jedenfalls gehen die Arbeiten zügig und trotz der derzeitigen Lieferengpässe für Material im Zeitplan voran. Nach dem Aushub wurden 1.100 m2 mit Spritzbeton gesichert. 1.500 Laufmeter Erdanker sind nun im Untergrund verankert. Und ein sogenannter Berliner Verbau schützt mit 220 m3 und 285 Laufmetern Stahlträgern die Baugrube vor nachrutschendem Erdreich.

Die Bodenplatten der Tiefgeschosse wurden auch schon betoniert. 11 Tonnen Baustahl und 1.100 m3 Beton geben ein solides Fundament für alles, was darüber kommt. Die alte Post wird unterkellert und die Fundamente der alten Taube neu unterfangen. Einige Leute haben uns schon angesprochen, ob sich an den Dimensionen und Abständen etwas ändern wird. Aber nein, das alte Postgebäude wird für die Schurle Bar ganz exakt gemäß der alten Dimensionen wieder neu aufgebaut. 

Das Ziegelmauerwerk für den Neubau der alten Post und den Zubau des Zimmertrakts wird in nachhaltiger monolithischer Bauweise mit 1.000 m2 Wandflächen in verschiedenen Qualitäten und Ausführungen gemauert. Die Wände des Alpgues errichten wir in Holzhybridbauweise. Im Jagdhaus werden wir die Bausubstanz erhalten und sorgsam renovieren und ausbauen.

Für gutes Klima sorgen 4.000 Laufmeter verlegte Erdwärme-Leitungen

Geheizt und gekühlt werden die neue alte Taube und ihre Nebengebäude umweltfreundlich mit Erdwärme. 4.000 Laufmeter verlegte Leitungen im Erdreich waren dafür die Voraussetzung. Auch dies ist fachmännisch erledigt.

Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Nachbarinnen und Nachbarn, alle Schrunserinnen und Schrunser für ihre Geduld und ihr Verständnis. Ein großer Dank und höchstes Lob auch an alle Handwerker, an unsere wertvollen Projektpartner wie die Firmen Kessler und Fritz Holzbau und an das gesamte Bauteam, ganz besonders jedoch an Baumeister Mathias Säly von Jäger Bau und an das großartige Team von Rhomberg Bau mit Eduard Gassner und Klemens Mauderer (Bauleitung), Stefan Gisinger (Projektleitung) und Daniel Mohr (Projektsteuerung).

Wenn die neue alte Taube erst ihre Pforten wieder geöffnet hat, werden Sie uns ganz sicher recht geben, dass sich die Baumaßnahmen absolut gelohnt haben. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf einen gemütlichen Hock im neuen alten Posthotel Taube, wie viele Schrunserinnen und Schrunser sicher auch.