Hurra, Hurra, das Dach ist da

Es herrscht Freude auf der Taube-Baustelle, denn ein weiterer Meilenstein in der Umbaugeschichte des Posthotels Taube ist gesetzt: Das Dach vom Haupthaus ist aufgerichtet. Umgesetzt wurden die anspruchsvollen Dachkonstruktionen von Holzbau Kieber aus Schruns.

Die erfahrenen Zimmerleute rund um Ing. Richard Kieber konnten wieder einmal unter Beweis stellen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind – und haben nun auch beim Dach – oder vielmehr bei den Dächern – des Posthotels Taube ganze Arbeit geleistet. Über drei Gebäudeteile – die alte und die neue Taube sowie das ehemalige Postgebäude –  erstreckt sich eine Dachfläche von ca. 1270 m². Insgesamt 300 m3 Konstruktionsvollholz, Brettschichtholz, Latten und Plattenware wurden in den Dachkonstruktionen verbaut, die zukünftig eine Eindeckung mit traditionellen Biberschwanzziegeln tragen werden. 

Unter winterlichen Bedingungen wurde bereits im Dezember die Dachkonstruktion des neuen Teils des Haupthauses mit ihren zehn Gauben geliefert und montiert. Im Februar und Anfang März folgten dann die Dachkonstruktionen des Altbestandes sowie des ehemaligen Postgebäudes, in dem sich zukünftig Gäste in der Schurle-Halle zuprosten werden.

Klein, aber oho

Die Dachkonstruktion jener „Alten Post“ ist zwar flächenmäßig mit ca. 150m² die Kleinste, stellte jedoch von allen drei Dächern des Haupthauses den höchsten Anspruch, sowohl an die Werksplanung als auch an das Zimmermannshandwerk: Da die der Kirche zugewandte Giebelwand nicht rechtwinklig zur Traufwand steht, ist auch der darüberliegende Krüppelwalm zur Hauptdachfläche ausgedreht. Klingt kompliziert, war es auch. Das Ergebnis jedoch spricht für sich. Denn nun ist das Dach fertig und steht mit seinen unterschiedlich geneigten Dachflächen und zierenden Gesimsen dem Original in nichts nach. Ing. Richard Kieber: „Die neue Dachkonstruktion ist dem ehemaligen Bestand detailgetreu nachempfunden. Dies war den Bauherrenfamilien ein Herzensanliegen – und für uns ein handwerklich sehr schöner und interessanter Auftrag.“

„Die neue Dachkonstruktion ist dem ehemaligen Bestand detailgetreu nachempfunden. Dies war den Bauherrenfamilien ein Herzensanliegen – und für uns ein handwerklich sehr schöner und interessanter Auftrag.“

Ing. Richard Kieber, Geschäftsführer Richard Kieber Holzbau GmbH

Wie kam das Dach nun auf die Taube?

Für alle drei Gebäudeteile wurde die Dachkonstruktion in bereits isolierten Elementen vorgefertigt, zur Baustelle transportiert und schließlich mit einem Kran montiert. Bauherr Marc Rhomberg ist beeindruckt vom reibungslosen Ablauf und der hervorragenden Vorarbeit: „Diese Art der Montage erfordert eine absolut genaue Detailplanung und eine perfekte Vorfertigung im Betrieb. Anders wäre der enge Zeitplan in dieser Jahreszeit nicht zu schaffen gewesen.“

„Diese Art der Montage erfordert eine absolut genaue Detailplanung und eine perfekte Vorfertigung im Betrieb. Anders wäre der enge Zeitplan in dieser Jahreszeit nicht zu schaffen gewesen.“

Marc Rhomberg

Drei Dächer aus einem Guss

Das Haupthaus bildet nun den Vorreiter eines stimmigen Ensembles aus mehreren Gebäuden, die zukünftig Wellness, Genuss und Gastfreundschaft im Posthotel Taube unter sprichwörtlich einem Dach vereinen werden. Architekt Bernardo Bader: „Dabei entsteht über alle Baukörper hinweg eine gegliederte und durchkomponierte Dachlandschaft.“

Ein Hoch auf das Handwerk

Am 07. April schließlich konnte ein ganz besonderer Feierabend eingeläutet werden: Die Zimmerleute warfen sich in Schale und im traditionellen Gewand wurde bei der Firstfeier auf das bereits Geleistete angestoßen. Für das leibliche Wohl war mit Köstlichkeiten vom Grill natürlich ebenfalls gesorgt. Musikalisch untermalt von den Bergspatzen aus dem Bregenzerwald fand ein ereignisreicher Bauabschnitt unter Einhaltung der aktuellen 3G-Richtlinien einen stimmungsvollen Ausklang. Die Bauherrenfamilien Frey und Rhomberg bedanken sich ganz herzlich bei allen beteiligten Projektpartnern.