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Golf-Turnier-Package

1 oder 2 Nächte | 26. bis 28. September 2024

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Mit Begrüßungsgeschenk auf Ihrem Zimmer, Frühstück, Aperitif und 3-Gang-Abendmenü

Package ab 370,– pro Person

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Schöne Aussichten

Lesezeit: 6 Min.

An einem der letzten Novembertage begeben wir uns nach Schruns für einen Lokalaugenschein. Es ist kalt, grau, regnerisch. Doch die widrigen Wetterbedingungen geraten schnell in Vergessenheit, als Marc und Philipp Rhomberg uns ihre Vision des Posthotels Taube in den schillerndsten Farben ausmalen.

Wir beginnen unser Gespräch im Musterzimmer. Dies wurde bereits im Sommer im Rohbau des Haupthauses eingerichtet, um Materialisierung, Innenausstattung und Ambiente besser beurteilen und fundierte Entscheidungen treffen zu können. Freuen dürfen wir uns auf ein Haus, das sowohl Tradition und Substanz bewahrt, als auch umsichtig Raum für Neues schafft. Ein Haus, rundum geschmackvoll eingerichtet von der Rankweiler Innenarchitektin Marika Marte im klassischen Stil, mit regionalem Fokus und britischem Flair. 48 Zimmer und Suiten, einige davon ganz individuell gestaltet, begrüßen die Gäste ab Spätherbst 2023 auf 4-Sterne-Niveau.

Zimmeransicht im Posthotel Taube in Schruns
Zimmeransicht mit Blick auf das Doppelbett im Posthotel Taube in Schruns

Die Schurle Halle

Anschließend betreten wir gemeinsam den Rohbau durch den ehemaligen Haupteingang der Taube und wenden uns nach rechts, Richtung altes Postgebäude. Im letzten Durchgang vor unserem nächsten Stopp deutet Philipp auf die Wand im Stiegenhaus: „Da kommt dein Weinkasten hin, Marc.“ Eine Sonderanfertigung vom Schreinermeister entlang der Treppe. Und dann stehen wir plötzlich im neuen-alten Postgebäude. Fast wie ein Kirchenschiff ragt der hohe offen Raum mit den Spitzbogenfenstern vor uns auf. „Das ist die Schurle Halle, benannt nach meinem Vater. Hier steht die Bar, darüber drei Luster. Dahinter wird alles verspiegelt bis ganz hinauf. Rechts und links je fünf Wappen aus dem Montafon. Stirnseitig über der Bar in der Mitte das Wappen Stand Montafon, eingerahmt von zwei Hirschen“, malt uns Philipp das Bild des mondänen Bistros mit Tages- und Abendbetrieb. „Oder wir platzieren da oben deinen Steinbock“, schlägt Marc vor.

Die beiden schwärmen vom Kamin, den durchgehenden Sitzbänken und der Galerie mit Bibliothek im 1. Stock. Hier kann man sitzen und schmökern, ein wenig für sich sein und hat über die Brüstung dennoch das Treiben der Schurle Halle im Blick. Fazit Philipp:

„Die Schurle Halle wird hoffentlich ein beliebter Treffpunkt in Schruns. Weltoffen, lebendig und lebensfroh soll sie werden – genauso wie mein Vater war.“

Philipp Rhomberg

Philipp Rhomberg und Marc Rhomberg beim Rohbau der Schurle Halle
Philipp Rhomberg und Marc Rhomberg beim Rohbau der Schurle Halle

À-la-carte im Haupthaus

Das Hotelrestaurant teilt sich auf drei gemütliche Stuben auf – jede mit ihrem ganz eigenen Charakter, von klassisch bis traditionell. Eine Besonderheit wird hier die klassische Montafoner Stube sein, die Tische werden bereits von Alex Fleisch in seiner Schrunser Werkstatt mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Herzstück des À-la-carte-Restaurants bildet der offene Holzkohlegrill mit Chef’s Table.

Lassen Sie sich hier das kulinarische Angebot der Taube ausführlich von Marc und Philipp Rhomberg erläutern:

Die Hauptzentralen des Hotels: Küche & Technik

Es folgt ein kurzer Abstecher in die zukünftige Küche. Die geballte Ladung Technik lässt sich anhand der Leitungen am Boden unschwer erahnen. Marc zeigt auf, wo sich Anlieferung, Warenlift, Kühlzelle und Ausschank befinden werden. Die gewaltigen Dimensionen von Lüftungszentrale, Heizverteiler und Co. im Technikraum wecken Philipps Begeisterung. Wir steigen weiter hinab in die „Katakomben“ oder wie es früher von Insidern genannt wurde: ins „Tubaloch“.

Die Taubenbar im Posthotel

„Schau dir das Gewölbe an, hier war früher zu und das ist alles die neue Taubenbar. Dort kommt die Bar hin, hier sind überall Spiegel, Flaschen und wenn du ums Eck gehst, sind die Tische. Hier wird getanzt und da kommt die Diskokugel hin.“ Bei diesen Ausführungen sieht man die volle Tanzfläche schon leibhaftig vor sich. Philipp verspricht: „Das wird die beste und schönste Bar im ganzen Montafon. Das garantiere ich. Hier werden Feste gefeiert. Ganz im Sinne Hemingways: Ein Fest fürs Leben.“

Der hauseigene Weinkeller

Szenenwechsel: Weinkeller. Man stelle sich einen klassischen Gewölbekeller vor. In der Mitte des Raumes steht ein massiver Eichentisch auf Eichenparkett für mindestens 12 bis 14 Personen. Der Wein als Teil des Raumes sichtbar durch Glas. Degustationsmöbel zum Stehen. Was heute noch eine Idee ist, wird in drei Monaten ganz andere Formen angenommen haben.

Auf dem Weg zum nächsten Schauplatz wird auf die Verbindung vom Haupthaus in die Wellness-Oase Alpgues Haus hingewiesen. „Hier entsteht die Lobby, by the way: Cheminée, große, starke Hirsche darüber, ein wunderbarer Raum, im Winter mit offenem Kaminfeuer. Das wird herrlich.“ Diese mitreißende Leidenschaft, mit der Marc und Philipp das Posthotel präsentieren, hat uns die Kälte schon völlig vergessen lassen.

Alpgues Haus – Der Wellnessbereich

Das Entree des neu errichteten Spas wird geprägt sein von einem gewaltigen Gemälde der Alpgues Alpe, als Hommage an diesen kraftspendenden Ort im Verwall. Im Erdgeschoss befinden sich ein Fitnessraum, ein Whirlpool, ein kleines Becken, eine Kneippanlage mit je einem kalten und heißen Tretbecken sowie eine atmosphärische Feuerstelle. Von hier aus kommt man direkt in den privaten Hotelgarten, der den Gästen vorbehalten ist. Hinter dem Indoorpool erstreckt sich eine Bruchsteinwand in wunderschönem Andeer Granit, den Marc und Philipp vor Ort im nicht mal 1000 Seelen zählenden Graubündner Dorf ausgesucht haben.

Philipp Rhomberg und Marc Rhomberg beim Rohbau im Posthotel Taube in Schruns

Im ersten Stock wird es ruhiger: Liegen mit Blick auf die wildromantische Berglandschaft und den einladenden Hotelgarten. Ganz zentral, im Herzen des Raumes: ein freistehender Kamin. Gekachelt in modern geblümten Fliesen aus Vorarlberg, weil der Blauton Marc an die Heidelbeeren erinnert, die er als junger Bub mit dem Kamm im Montafon gebrockt hat. Besonders stolz ist er auch auf die Sauna mit Himalaya Salzsteinen. „Das gibt ein wunderschönes Licht und das Salz in der Luft besitzt eine heilsame Wirkung. Gerade wenn du ein bisschen einen belegten Hals hast und dich da eine halbe Stunde reinsetzt – danach bist du wieder pumperlgsund.“

Die Seele baumeln lassen kann man hier außerdem in der Finnischen Sauna, dem Dampfbad oder in einem der drei Massageräume. Im zweiten Stock des Alpgues Haus befinden sich weitere 14 Zimmer für die Tauben-Gäste.

Der Hotelgarten

Drei große Buchen spenden einen angenehmen Sichtschutz für die Ruhesuchenden im Spa. Insgesamt zählt der Taubengarten 300 Lenze. Wie das geht? Es wurden Bäume eingesetzt, die alle bereits zwischen 15 und 25 Jahre alt sind. „Denn zum Taubengarten gehören einfach prächtige Bäume. Bäume, die eine eigene Geschichte mitbringen, wie die Taube selbst“, erklärt Philipp. Am 1. Dezember wurde beispielsweise eine zwölf Meter hohe Eiche gepflanzt. Daneben bestimmen Kiefern, Kastanien, Felsenbirnen und Eibenwellen das Erscheinungsbild des Hotelgartens.

Verfolgen Sie hier direkt mit, wie der Taubengarten entsteht:

Jagdhaus

Den krönenden Abschluss unseres Rundgangs bildet Philipps Lieblingsgebäude, das Jagdhaus. Dieses „Bijou“, wie Marc es liebevoll nennt, verfügt über zwei separate Eingänge. Einen für die Gäste und einen zweiten für die Wild-Zerwirkerei. „Da machen wir dann unsere eigenen Würste“, erläutert Marc. Weil manche das abgehängte Wild nicht so gerne anschauen mögen, wie Philipp anmerkt, wird die Lücke, durch die man heute noch von hie nach da sieht, in Zukunft mit einem Dry Ager verschlossen.

Das Jagdhaus bietet ein einmaliges Ambiente für gesellige Runden und saisonale Spezialitäten auf zwei Etagen. Vom ersten Stock aus führt eine kleine Leiter ins „Adlerhörstle“ – eine Anspielung auf die luxuriöse Adler Suite im Haupthaus. In das Giebelzimmer gelangt man nur über eine Leiter und das wird auch so bleiben. Dort oben wird ein „Jassertisch“ aufgestellt, für das traditionelle alemannische Kartenspiel.

Mittels fachmännischer Analyse wurde das Alter des Holzes im Jagdhaus bestimmt und ins späte Mittelalter datiert, anno 1453. Und auch beim Abstieg in den künftigen Schnapskeller fühlt man sich ins Mittelalter zurückversetzt: Das uralte Gewölbe ist ein Naturkeller mit offenem Boden. Die Wände bleiben roh und unbehandelt erhalten – so wie sie seit Jahrhunderten bestehen.

Aufbau des Jagdhaus
Aufbau des Jagdhaus

Alles rundherum

Dem Erhalt und der Weiterverwendung der alten Materialien und der traditionellen Handwerkskunst schenken Marc und Philipp großes Augenmerk. Sie sind in direktem Austausch mit ihren Handwerkern, sprechen mit den Arbeitern vor Ort, loben die tolle Arbeit und bedanken sich für den Einsatz, mit dem sich hier jeder ins Zeug wirft. „Wir haben ein Riesenglück mit unseren Projektpartnern“, sind sich die beiden bewusst. Nach über einer Stunde sind wir fertig mit der Baustellenbesichtigung. Man merkt, dass das hier mehr ist als ein einfaches Hotelprojekt – vielmehr ein Herzensprojekt. Hier sind Menschen am Werk, die eine Vision haben und diese voller Leidenschaft umsetzen.

Beim Abschlussbier zeigen uns die beiden Herren noch en passant ein paar Muster. Zum Beispiel für den Bodenbelag der Tiefgarage: Granitsplitter des Andeer-Steins werden hierfür mit Teer vermengt und so verarbeitet. Statt der gewöhnlichen Knäufe am Treppengeländer heißen uns goldene Täubchen willkommen, deren Form aktuell mit dem 3D-Drucker erprobt wird – aber das ist eine andere Geschichte. Oder wie Philipp es sagen würde: „Das ist ganz großes Kino.“ Wir sind gespannt auf die Premiere!

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Junger Nadelbaum im Wald – Posthotel Taube in Schruns